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Israelische Streitkräfte töteten am Freitag zwei bewaffnete palästinensische Männer nach einer Schießerei…
Israelische Streitkräfte töteten am Freitag zwei bewaffnete palästinensische Männer nach einer Schießerei nahe dem Kontrollpunkt Farsh al-Hawa, der auch als Judea Junction bekannt ist, unweit von Hebron im besetzten Westjordanland. Das israelische Militär erklärte, die Männer hätten den Angriff verübt; ein von Dawn zitierter AFP-Journalist sah, wie sie mit israelischen Kräften Schüsse wechselten. Israels Rettungsdienst Magen David Adom teilte mit, fünf Menschen seien verletzt worden, zwei von ihnen lebensgefährlich.
Danach ordnete Ministerpräsident Benjamin Netanjahu an, Hebron abzuriegeln, und wies das Militär an, sich auf eine vollständige Schließung des besetzten Westjordanlands vorzubereiten. Außerdem sagte er im Vorfeld der israelischen Wahl am Dienstag politische Treffen ab. In den am Freitag vorliegenden Berichten war von der Anweisung die Rede, eine Schließung des gesamten Gebiets vorzubereiten – nicht von einer Bestätigung, dass bereits alle Übergänge geschlossen worden seien.
Was unmittelbar zu tun ist, ist klar genug: die Verletzten versorgen, den Ort sichern und ermitteln, ob noch jemand beteiligt war. Die Anordnung zur Schließung geht viel weiter. Sie springt von zwei Männern und einem Angriff zur Einschränkung der Bewegungsfreiheit in einem ganzen Gebiet.
Eine Abriegelung des direkten Umfelds während einer Suche lässt sich zumindest an einem konkreten Zweck messen. Bei einer vollständigen Schließung werden die Wege aller Menschen zum Teil der Reaktion. Die Identität der Angreifer macht den Weg eines unbeteiligten Palästinensers nicht zu einem Beweismittel.
Falls die weitergehende Anordnung umgesetzt wird, könnte sie eine Heimfahrt, einen Arzttermin, eine Arbeitsschicht oder einen Familienbesuch unterbrechen. Ich weiß nicht, welche dieser Beeinträchtigungen hier tatsächlich eintreten werden, und werde nicht so tun, als wüsste ich es. Aber diese Störung des Alltags lässt sich nicht von der Maßnahme trennen. Alltägliche Wege einzuschränken ist genau das, was eine Abriegelung tut.
Die Angst nach einem Angriff ist real, und die Verletzten verdienen Hilfe. Das Ausmaß einer Sicherheitsmaßnahme braucht trotzdem eine Begründung. Wenn die Behörden Belege für eine umfassendere Bedrohung haben, sollten sie das sagen. Ohne solche Belege kann eine Maßnahme, die „das gesamte Westjordanland“ erfasst, nicht als zielgenau gelten. Sie ist ein sehr großes Netz, das über Menschen geworfen wird, die nicht an diesem Kontrollpunkt waren.
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